Die Schützen wollen mehr schießen

„Die Schützen wollen mehr schießen“ so betitelte sich letzte Woche ein Artikel in der Ostseezeitung. Der Artikel handelte davon, das die Kröpeliner Schützenzunft, ihre Schießzeiten erweitern möchten und die beantragt haben. Zusätzlich zu den vorhandenen Kapazitäten soll Mittwoch den Vor- und Nachmittag und Donnerstag und Freitag Nachmittag geschossen werden. Außerdem wünschen sich die Schützen auch die Erhöhung der Schusszahlen. Über die Stellungnahme der Gemeinde, entscheidet nun der Ausschuss für Stadtentwicklung … in der nächsten Woche.
Hierbei sollte man einiges aber nicht außer Acht lassen, es stellt sich die Frage, warum brauch der , mehr Schuss und mehr Schusszeiten? Für mich es nicht ersichtlich, weil laut Presse hat der Verein nur 86 Mitglieder und ich bin der Meinung früher waren es mehr. In der Presse war zu lesen, das zum Beispiel an einem Sonnabend dann 1500 Schuss KK , 400 Schuss Großkaliber-Pistole, 40 Schuss mit Vorderlader und 260 Schuss mit einem Karabiner abgegeben werden dürften. Kurzum 2200 Schuss für 86 Leute pro Schiesstag. Ich brauch das Zahlenspiel jetzt mal nicht weiterspielen.
Weiterhin macht mir doch ein Teil des Artikels Angst:

Auch als Freizeitattraktion für jedermann sieht sich die Schützenzunft: „Wenn Gäste kommen wollen, wir sind für alle offen. Wenn sie hier eintreffen und haben noch nicht geschossen, will ich Namen und Adresse haben. Ich würde ihnen dann ein KK-Gewehr-Einzellader anbieten.
Sie zahlen die Standgebühr, die Ausleihe der Waffe und die Munition. Dann erläutert ihnen eine Aufsichtsperson alles und bleibt nebenbei stehen. Sicherheit ist gegeben!“

Quelle Ostseezeitung, 9. April 2009, Seite 12, Lokalteil Bad Doberan – Artikel „Schützen wollen mehr schießen“

Diese Freizeitattraktion sehe ich sehr kritisch, zwar handelt es sich dabei um ein touristisches Angebot, aber solche Angebote halte ich persönlich nicht für gut.
Gerade den touristischen Bereich, muss man hier wirklich mal betrachten, auch wenn nach verschiedenen Gutachten die Emissionsbelastung geringer als die vorgeschriebenen Grenzwerte ist, ist diese Belastung da und im weitläufigen Umfeld, je nach Windrichtung, ist immer das unangenehme Geräusch eines Schusses zu vernehmen. In Kröpelin, Altenhagen und Schmadebeck befinden sich aber touristische Leistungsträger, dessen Gäste sich durch diese Geräusch belästigt fühlen könnten.

Es ist einfach nur spannend, es hat alles sein Pro und Kontra.

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Der Artikel wurde geschrieben von:

Thomas Gutteck

Betreiber und Autor der meisten Artikel auf Kroepeliner.de. Lebt seit über 36 Jahren in Kröpelin, inzwischen als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Kröpelin tätig. Mein Ziel ist es gemeinsam Kröpelin weiter zu entwickeln.

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