Geld für Partnerschaften

Gestern widmete sich die Ostseezeitung unter dem Titel „Ist Kröpelin für Partnerschaft zu klamm?“ einer Problematik aus der letzten Sitzung des Hauptausschuss. Inhaltlich geht es darum, das die Stadt Kröpelin, von unserer Partnerstadt Arnage eingeladen wurde, weil diese die Flagge des Europarates für ihr Europäisches Engagement überreicht bekommt. Ursprünglich war in diesem Jahr kein Arnage Besuch geplant, es sollte nur ein Arbeitstreffen in Hude geben und in Kröpelin das 20-jährige Bestehen unserer Partnerschaft mit Hude begangen werden. Das Arbeitstreffen wurde dann auch aufgrund der Verleihung mit nach Arnage verlegt.
Der Bürgermeister stellte die Frage wie es weiter gehen sollte mit der Partnerschaft. Der Besuch der vierköpfigen Delegation soll mit 1326,28 Euro Flugreisekosten zu buchen schlagen.
Mich verwirrt dies etwas unser beschlossener Haushaltsplan sieht dort 1500 Eur vor, also ist keine außerplanmäßige Ausgabe notwendig, also sind wir auch nicht zu klamm dafür, das Geld haben wir schon dafür verfügt. Außerdem gibt es meiner Meinung nach das Bekenntnis der Stadtvertretung, das diese Partnerschaften gelebt werden sollen. Es ist natürlich schade das sich kein Stadtvertreter gefunden hat, der dort mitreisen kann, aber auch die Stadtvertreter haben ihre Verpflichtungen und opfern schon viele Stunden Ihrer Zeit für die Stadt. Ich muss auch selber sagen, das ich dafür keine Zeit habe bzw. es organisatorisch sehr schwer wäre mit meinen kleinen Kindern etc..
Wenn wir so eine Partnerschaft wollen, müssen wir auch leben, so sehe ich dies. Damit sind Kosten verbunden, entsprechend wurde auch Geld im Haushalt eingestellt. Die Frage ist, wenn Bürger etc in unsere Partnerstadt reisen, wie reisen Sie und müssen Sie einen Eigenanteil tragen. Die kommunalen Kassen sind klamm, deshalb sollte hier die günstigste Transfermöglichkeit gewählt werden, das muss nicht unbedingt ein Flug sein. In den letzten Jahren sind auch alle mit dem Auto gefahren. Bei der Frage danach ob die ein Eigenanteil geleistet werden soll, bin ich der Meinung nein. Die Bürger vertreten uns dort, opfern Ihre Freizeit und ihren Urlaub.

Der Artikel wurde geschrieben von:

Thomas Gutteck

Betreiber und Autor der meisten Artikel auf Kroepeliner.de. Lebt seit über 36 Jahren in Kröpelin, inzwischen als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Kröpelin tätig. Mein Ziel ist es gemeinsam Kröpelin weiter zu entwickeln.

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