Ist in Kröpelin der Reichtum ausgebrochen?

Die Frage des Tages ist für mich, ob in Kröpelin der Reichtum ausgebrochen ist???

Ich stellte mir diese Frage, als erstes heute morgen, als ich auf die Website der Ostseezeitung wechselte und die spannende Überschrift „Grünes Licht für Toilettenbau“ gelesen habe.

Im Artikel heisst es:


Grünes Licht gibt es dagegen für den Bau von öffentlichen Toiletten auf dem Parkplatz in der Rostocker Straße, auf dem bereits die Klinker-Skulptur „Kristall“ von der Keramikerin Dörte Michaelis steht (OZ berichtete). Zurzeit werde die Ausschreibung vorbereitet, so Bauamtschef Rüdiger Kropp. …

OZ Artikel „Grünes Licht für Toilettenbau“ vom 18.10.2006

Ich hatte dieses Thema irgendwie schon verdrängt, weil ich es für Geldverschwendung halte. Auch Argumente wie, wir kriegen das ja zu der und der Höhe gefördert, finde ich durchaus unsinnig, weil auch wenn man Förderungen kriegt muss man sie nicht für unnütze Sachen rausschmeissen. Gerade diese Einstellung hat Deutschland zu einer so hohen Staatsverschuldung verholfen.

Naja ich kann nur widerholt zum Ausdruck bringen, das ich den Bau dieser Toilettenhäusschen für unnütz halte.

Tja und dann komm ich heute nach Hause und sehe das die neuen Lohnsteuerkarten für 2007 gekommen sind und was entdecke ich da …

einen Poststempel!

Wie, was, sind wir so reicht, das wir sowas per Post versenden? Ne ganz ehrlich in den letzten Jahren wurden, die noch so ausgetragen. Aber in Kröpelin hat man anscheinend von Geld geträumt. oder sind wir der Gewinner des Millionenjackpots gewesen und ich weiss noch nichts davon????

Rechnen wir mal:

(Vorsicht Milchmädchen Rechnung!)
Kröpelin rund 5000 EW, davon erhalten rund sagen wir mal 3000 EW eine Lohnsteuerkarte.
So jetzt wurde das ganze hoffentlich bei der Post als Infopost versendet, kostet dann wohl rund 35 cent je Brief. Bei 3000 Briefen, wären das somit 1050 EUR!

(Milchmädchen Rechnung beendet!)

Natürlich sind die Werte jetzt geschätzt, aber müssten in der Realität doch nicht viel anders sein. Wenn doch revidieren Sie mich Herr Bürgermeister, die Kommentarfunktion unter diesem Artikel steht Ihnen offen.

So was könnte man für die 1000 EUR machen, schon fast eine volle Arbeitskraft einen halben Monat einstellen bzw bezahlen. Für einen Monat ein paar 165 EUR Jobs schaffen usw. Die würden das in der Zeit doch sicher schaffen, denke ich.

Ich denke es wäre billiger gewesen, ein paar 165 EUR Jobbern das Geld zu geben und die hätten die Geschichte verteilt, anstatt es so auszugeben. Und dazukommend hätten sich ein paar Bürger von kröpelin nochwas dazuverdienen können. Sicher war es eine Milchmädchen Rechnung die ich angestellt habe, und eventuell ist das verteilen der Briefe in den Gemeinden mittel Deutscher Post billiger, aber hier in Kröpelin?
Das Neubaugebiet Wedenberg zum Beispiel schafft man locker an in 3-4 Stunden und verteilt fast 500 Briefe. Ne sowas will mir nicht in den Kopf, wie das Geld verschwendet wird. In den Gemeinden hätten sich sicher Ansprechpartner gefunden, die die Verteilung für sowas übernehmen, weil dort die Gemeinschaft noch höher geschrieben wird, als in Kröpelin. Denen hätte man irgendwas gesponsort (weihnachtsfest) und dann wäre gut gewesen.
Oder was haben wir noch, unsere Jugendwehren zum Beispiel, die Verteilung der Briefe wäre durch die theoretisch kein Problem gewesen, denen hätte man als Dank ein schönes Sommerfest spendiert und dann wäre gut gewesen.
Es hätte soviele sozialere, gemeinnützigere und kostengünstigere Wege gegeben diese Briefe zu verteilen, aber die Stadt Kröpelin wählt den Postweg. Dies ist meiner nach Geldverschwendung pur.

Schade das ich nicht im Rechnungsprüfungsausschuss sitze, ich hätte diese Rechnung so beantstandet und niemals einer Entlastung zugestimmt. Vielleicht lesen die Mitglieder des Ausschusses dies ja und denken genauso, irgendwann muss meiner Meinung nach im öffentlichen Dienst auch begonnen werden wirtschaftlich und sozial zu denken!

Der Artikel wurde geschrieben von:

Thomas Gutteck

Betreiber und Autor der meisten Artikel auf Kroepeliner.de. Lebt seit über 36 Jahren in Kröpelin, inzwischen als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Kröpelin tätig. Mein Ziel ist es gemeinsam Kröpelin weiter zu entwickeln. Profil bei Google +