Landratswahlen LRO

Am 22. September wird gewählt, neben dem Bundestag bei uns auch ein neues Landrat. Der Wahlkampf ist schon im Gange wie man immer wieder mitkriegt. Plötzlich treffen sich alle möglichen Leute überall und man liest permanent in der Zeitung was von irgendwelchen Kandidaten.

Kandidaten um den Posten gibt es insgesamt 6 Stück:

  • Katy Hoffmeister (CDU) Justitiarin
  • Sebastian Constien (SPD) – Bürgermeister Volljurist)
  • Andreas Reinke (DIE LINKE) – Geschäftsführer
  • Michael Theis (FDP) – leitender Verwaltungsbeamter
  • Dirk Bethke (NPD) – Koch
  • Helmut Precht (Freie Wähler) – Bauer

Aus meiner persönlichen Sicht zumindestens 3 Personen die ich persönlich für geeignet halte das Amt auszufüllen. Kommen wir auf den Wahlkampf zurück, mit Spannung las ich die Beiträge in der Presse. Sebastian Constien eröffnete förmlich den Wahlkampf mit dem Thema Verwaltung des Landkreises und forderte ein nachhaltiges Personalkonzept zur Entwicklung des Personals. Aus meiner Sicht zwar perspektivisch richtig, aber ein Konzept ist eine langfristige Geschichte und die Probleme der Verwaltung des Landkreises gilt es auch kurzfristig zu lösen. Auch hier gibt es einen hohen Krankenstand, Überarbeitung und für den Bürger verdammt lange Wartezeiten und und und. Viele dieser Probleme sind aus meiner Sicht Hausgemacht, aufgrund dieser unglücklichen Kreisreform. Dadurch das Abteilungen von 2 Standorte auf einen gebündelt wurden, gab es die ersten Problem. Menschen die 30 Jahre in Doberan gearbeitet haben und nun nach Güstrow sollten, was war die Folge, Doberaner Verwaltungsmitarbeiter bewarben sich auf andere Posten und das Gleiche in Güstrow in anderen Bereichen. Endkonsequenz fehlende Erfahrung und Sicherheit in dem jeweiligen Fachgebiet beim Personal. Erschwerend kamen dann noch Entwicklungen, das manche Abteilungen von Güstrow, nach Doberan und dann wieder nach Güstrow wanderten. Mitarbeiter stellen sich auch auf sowas ein, verlegen ihre Wohnung etc.. Hier fehlte und fehlt auch perspektivische Sicherheit.
Ein weiteres Problem ist die Arbeitsweise, eigentlich gab es ja 2 Verwaltungen die die gleichen Sachverhalte zu bearbeiten hatte, das bedeutet aber noch lange nicht, das Sie das gleich taten. Vielfach wurde ein Weg der Bearbeitung aufdiktiert, was auch immer noch zu vielen Irritationen führt, anstatt gemeinsam eine Arbeitsweise zu entwickeln. So kann man jetzt noch diverse Beispiele anführen. Aus meiner Sicht fehlt nicht nur das langfristige Konzept, sondern eine aktuelle Eingreiftruppe, die gerade solche Probleme beseitigt. Gemeinsam entwickelt und auch da zur Stelle ist, wo viel liegen geblieben ist.

Ein weiteres spannendes Thema schlug Frau Hoffmeister an, Sie kritisierte den Vize Landrat bezüglich seine Sparpolitik, damit ein genehmigungsfähiger Haushalt entsteht. Unter anderen soll bei Straßen- und Brückensanierungen und bei freiwillig Leistungen gespart werden. Ja das sind natürlich Gebiete die tun weh, aber woher soll das Geld kommen? Solange kein Haushalt steht, kann eigentlich auch keine freiwilligen Leistungen laufen, außer man hat sich vertraglich dazu verpflichtet. Also ist es doch aus meiner Sicht absolut wichtig, einen Haushalt aufzustellen, um überhaupt Gelder ausreichen zu können. Die Frage ist natürlich immer woher soll das Geld kommen, aber die kann niemand beantworten.

Ich denke in den nächsten Wochen wird es noch einiges spannendes zu lesen geben.

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Der Artikel wurde geschrieben von:

Thomas Gutteck

Betreiber und Autor der meisten Artikel auf Kroepeliner.de. Lebt seit über 36 Jahren in Kröpelin, inzwischen als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Kröpelin tätig. Mein Ziel ist es gemeinsam Kröpelin weiter zu entwickeln. Profil bei Google +