Spannender Wahlnachgang

Im Nachgang der gab es viele interessante und zwiespältige Meinungen, teils hinter vorgehaltener Hand teils öffentlich geäußert. Im aktuellen Protokoll der Stadtvertretersitzung befindet sich ein Anhang des Stadtvertretervorstehers Dr. J. Borchardt, in dem dieser ein paar Anmerkungen zum zurückliegenden Bürgermeisterwahlkampf gibt.
Sinngemäß heißt es in dieser Anlage, die in den Schaukästen der Stadt Kröpelin zu lesen ist, das es aus seiner Sicht zum Teil Wahlkampf im schlechten Stil gab. Es gab sichtbare und unsichtbare Kräfte die vieles schlecht geredet haben, auch der Bürgermeister mit seiner Verwaltung und die wurden dabei schlecht gemacht. Seiner Meinung nach, wurden darüber auch die beiden Kröpeliner Kandidaten angegriffen und für unfähig befunden. Seiner Ansicht nach, brachten, nach der Befähigung geurteilt, die beiden Kröpeliner Kandidaten die besseren fachlichen Voraussetzungen mit. Herr Dr. Borchardt zeigt sich weiterhin über das Verhalten einiger Kröpeliner im Wahlkampf überrascht und von einigen ist er auch ziemlich enttäuscht. Er kann es nicht nachvollziehen, das wenn man Jahrzehnte in Kröpelin wohnt und lebt, das Lokalpatriotismus überhaupt nicht zählt. Im weiteren geht er auf die seiner Ansicht im Wahlkampf unkorrekt dargestellten Umstände zum Gutshaus Altenhagen ein.
Das sind natürlich spannende Ansichten und ich hoffe ich habe Sie auch so verstanden und wiedergegeben wie Dr. Borchardt Sie gemeint hat. Ich teile seine Meinung das hier zum Teil Wahlkampf im schlechten Stil betrieben wurde, immer wieder tauchten Gerüchte auf usw.. Das Kandidaten angegriffen werden ist leider so, weil diese Personen sind nun mal als Kandidaten Personen des öffentlichen Interesses, die eine Meinung symbolisieren und vertreten. In der Natur des Menschen liegt es nun mal sich an Meinungen zu „reiben“ oder diese einfach zu teilen. Als Stadtvertretervorsteher müsste Herr Dr. Borchardt dies theoretisch oft erleben, deshalb verstehe ich seine Verwunderung nicht. Jeder Mensch der öffentlich seine Meinung äußert, erlebt dies. Ich persönlich habe auch die Kandidatin Frau Reichler „angegriffen“, wegen eines Fehlers in Ihrer Wahlbrochure, damit muss Sie als Person des öffentlichen Interesses leben, es war nichts persönliches, weil ich schätze Frau Reichler sehr.
Spannend und für mich absolut nicht nachvollziehbar finde ich die Ansicht das die beiden Kröpeliner Kandidaten die besseren fachlichen Voraussetzungen mitbrachten, da beide in Kommunalverwaltungsfremden Berufen ausgebildet sind und dort auch gearbeitet haben im Vergleich zu unserem neu gewählten Bürgermeister der seit 10 Jahren in einer Kommunalverwaltung arbeitet. Mich würde interessieren worauf sich diese Ansicht des Stadtvertretervorstehers stützt? Ich möchte hiermit nicht, die meiner Meinung nach sehr gute Arbeit, der beiden Kandidaten in der Stadtvertretung und den einzelnen Ausschüssen in Frage stellen, aber als Schrankenwärter bin ich nicht automatisch auch ein Lokführer.
Die geprägte Aussage zum Lokalpatriotismus finde ich besonders interessant, bei der Bürgermeisterwahl ging es darum den geeignetsten Kandidaten für dieses Amt zu ermitteln und nicht den sympathischsten Nachbarn. Unsere Lokalkandidaten hatten aber aufgrund ihres Wissen dahingehend einen riesen Trumpf im Ärmel im Vergleich zu Herrn Wunschik, den Sie nur hätten ordentlich ausspielen müssen. Außerdem woher will man sich so sicher sein das Lokalpatriotismus nicht ins Ergebnis mit eingeflossen ist?

Ich weiß, diese Aussage klingt jetzt sehr eitel, aber ich für meinen Teil fand die beiden Kandidaten dahingehend schon sehr enttäuschend, das Sie nicht versucht haben, sich und Ihre Ziel auch über Kroepeliner.de oder andere Webseiten vorzustellen. Das Angebot dies zu tun, stand jedem Kandidaten offen. Das es diese Webseite gibt ist eigentlich in Kröpelin hinlänglich bekannt und während der Wahlkampfphase gab es auch einen Ostseezeitungsartikel mit Hinweis aus diese Seite.

Mit diesen Artikel habe ich meine Meinung veröffentlich und ich freue mich darauf, das vielleicht einige Leser sich daran „reiben“ und mit mir in eine öffentliche Diskussion darüber treten.

Der Artikel wurde geschrieben von:

Thomas Gutteck

Betreiber und Autor der meisten Artikel auf Kroepeliner.de. Lebt seit über 36 Jahren in Kröpelin, inzwischen als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Kröpelin tätig. Mein Ziel ist es gemeinsam Kröpelin weiter zu entwickeln.

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