Tempo 30 vorm Rathaus

Aus der lokalen Presse der letzten Tage konnte man wunderliches erfahren. Aus Sorge das ein Kind von einem Auto erfasst werden könnte, forderte die Stadt Kröpelin eine Tempo 30 Zone vor dem Rathaus. Laut Ansicht des Bürgermeisters sind die dort gefahrenen Geschwindigkeiten zu hoch. Der Grundgedanke ist sehr löblich, doch fragwürdig zugleich, weil die Verlegung des Schülerverkehres eines, wenn nicht sogar das Hauptargument, für den Bau dieses besagten Toilettenhauses auf dem Parkplatz war.
Spannender ist natürlich auch der Gedanke, es geht hierbei im großen und ganzen um den Schülerverkehr, für Schulbusse gelten sowieso besondere Verkehrsvorschriften, die im Sinne eigentlich besagen, man darf diese als Autofahrer nur in Schrittempo passieren (überholen). Also gibt es doch schon eine gesetzliche Maßnahme zum Schutz der Kinder, wofür soll dann eine Zweite (Tempo 30) gut sein? Wenn man sich an die Erste nicht hält, wer hält sich dann an die Zweite, besonders wo die Zweite ja inhaltlich gesehen noch milder ist????
Gut nichts desto trotz besteht natürlich diese Gefahr, und das Straßenverkehrsamt hat dementsprechend reagiert und eine Verkehrszählung durchgeführt. Mitte April wurde geprüft wie viele Autos und in welcher Geschwindigkeit dieso dort die Stelle passieren. Das Ergebnis war, das in 3 Tagen dort 10142 Fahrzeuge und entgegengesetzt 12635 Fahrzeuge vorbeigefahren sind und diese im V 85-Wert rund 33 km/h schnell waren. Besonders morgens wurde nicht gerast.
Ein bisschen fragwürdig finde ich dieses Ergebnis schon, wegen der Einfahrt zum Markt, die es sicherlich etwas verzerrt, aber statistisch gesehen wird deutlich weniger als die zugelassene Höchstgeschwindigkeit gefahren!

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Der Artikel wurde geschrieben von:

Thomas Gutteck

Betreiber und Autor der meisten Artikel auf Kroepeliner.de. Lebt seit über 36 Jahren in Kröpelin, inzwischen als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Kröpelin tätig. Mein Ziel ist es gemeinsam Kröpelin weiter zu entwickeln.

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