Umfrage Privatschule

Einfach zur Meinungsbildung wurde von mir nach der Vorstellungsrunde der Greenhouse School in Kröpelin, eine kleine hier gestartet. Diese möchte ich jetzt schließen.

An der Umfrage mit folgender Fragestellung:

Würden Sie ihr Kind auf eine Privatschule in Kröpelin schicken?
Hierfür würde ein Schulgeld fällig werden.

beteiligten sich 170 Personen, wovon 65 % mit „Ja“, 30 % mit „Nein“ und 5 % mit „Ich weiß nicht“ gestimmt haben. Wie realistisch diese Ergebnis auf die Kröpeliner Bevölkerung anwendbar ist, sei mal dahingestellt, aber es zeigt das Meinungsbild von 170 Lesern dieser Seite. Ich persönlich habe auch mit Ja gestimmt, weil ich die Chance auf eine staatlichen als zu gering einschätze.

Der hat es gestern auf der Stadtvertretung in seinem öffentlich gemacht, im Rahmen der Hauptausschusssitzung hat die Verwaltung den Auftrag erhalten die genauen Kosten die entstehen würden zu analysieren und auch die verfügbaren und benötigten räumlichen Kapazitäten zu ermitteln. Es gib inzwischen mehrere Rechnungen die recht unterschiedlich ausfallen, hier wird es zur Stadtvertretersitzung im Juni Klarheit geben.

Welchen Stellenwert eine weiterführende Schule für Kröpelin hat, darüber braucht man nicht reden, die entscheidende Frage wird sein, ob wir uns dies in der jetzigen Situation leisten können.

Ich persönlich begrüße so eine Schule absolut, obwohl ich manchmal der Argumentation für so eine Schule nicht ganz folgen mag. Man redet in diesem Zusammenhang sehr oft über die Ansiedlung von jungen Familien, da ich ja bekanntlicher weise als verheirateter Vater von 2 kleinen Kindern absolut zu dieser Zielgruppe gehöre, sehe ich es nicht immer so dramatisch wie dargestellt. Ganz außer Frage ist die Möglichkeit der Beschulung ein Kriterium für Familien, aber zumindestens bei mir und vielen gleichaltrigen Paaren kein Hauptkriterium, wie ich in zahlreichen Gesprächen in Erfahrung gebracht habe. Wir sind in dieser Generation damit aufgewachsen zu fahren, ob zum Gymnasium nach Doberan oder Neubukow, zur Lehre wo auch immer hin und nun viele Kilometer zur Arbeit, dies ist für viele ein ganz normaler Umstand, es wird als unschön aber normal betrachtet.
Für diese Zielgruppe gibt es andere Punkte die viel mehr wiegen, wie sicherer Job, nähe zum Arbeitsplatz, entsprechende Freizeitangebote (auch für die Kinder!!!), ein gesittetes und sauberes Umfeld und natürlich ansprechenden, attraktiven Wohnraum oder Baugrundstücke. Wenn wir als Stadtvertretung irgendwann das Leitziel Ansiedlung junger Familien haben sollten, was ja aufgrund der demografischen Entwicklung und aufgrund von Wegzügen in Kröpelin nötig ist, sollte man neben der Schule, diese angesprochenen Punkte nicht außer acht lassen.

Der Artikel wurde geschrieben von:

Thomas Gutteck

Betreiber und Autor der meisten Artikel auf Kroepeliner.de. Lebt seit über 36 Jahren in Kröpelin, inzwischen als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Kröpelin tätig. Mein Ziel ist es gemeinsam Kröpelin weiter zu entwickeln.

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