Erklärung der Stadtvertretung der Stadt Kröpelin

Kühlungsborner „besorgt“ um Kröpelin

Zum Leserbrief von Ulrich Cramer „Ist Rechtsextremismus hausgemacht?“

Aufgrund des beschämenden und diffamierenden Inhalts des Leserbriefes hält die Stadtvertretung Kröpelin es für angebracht, hierzu in der gebotenen Kürze Stellung zu beziehen.
Schon während des Bürgerentscheides zur Abwahl von Herrn Wunschik und danach hat Ulrich Cramer versucht, der Stadtvertretung und einzelnen Stadtvertretern zu unterstellen, sie würden einen Streit zwischen dem Bürgermeister und der Stadtvertretung inszenieren.
Es ist beschämend, dass Herr Cramer mit dem Thema Rechtsextremismus seine Kampagne fortsetzt. Die Stadtvertretung Kröpelin weist ganz entschieden die von Herrn Cramer behaupteten Unterstellungen zurück. Die Stadtvertreter haben sich klar und eindeutig in der Ostsee-Zeitung und auf der Stadtvertretersitzung positioniert und verurteilen die Schändung des Jüdischen Friedhofs sowie jede Form von Rechtsradikalismus in Wort, Schrift und Tat aufs Schärfste.
Leider ist die Schändung jüdischer Grab- und Gedenkstätten kein Einzelphänomen, welches nur in der Stadt Kröpelin auftritt. In jüngster Vergangenheit waren derartige Schmierereien und Schändungen jüdischer Einrichtungen vermehrt deutschlandweit zu verzeichnen. Aus Sicht der Stadtvertretung verfolgt Herr Cramer mit seinem Leserbrief einzig den Zweck der Diffamierung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Stadtvertretung der Stadt Kröpelin.
Zwischen dem Präsidium der Stadtvertretung und dem Bürgermeister gab es ver-schiedenen Beratungen und Absprachen zu einzelnen von Herrn Cramer angesprochenen Themen. Unabhängig davon waren Stadtvertreter bei der Neueröffnung des Jüdischen Friedhofs vertreten. Aufgrund der angesetzten Uhrzeit war es aber einem Großteil der Stadtvertreter leider nicht möglich, an der Eröffnung teilzunehmen.
Mit den von Herrn Cramer aufgestellten Thesen wird einer ganzen Stadt zu Unrecht unterstellt, dass sich in ihr ungehindert rechtsextremistisches Gedankengut verbreiten kann und dieses auch noch von den kommunalpolitischen Organen geduldet und gebilligt wird.
Die Stadtvertretung verwahrt sich auf das Entschiedenste gegen die völlig haltlose Unterstellung, dass sie durch ihre Arbeit den Rechtsextremismus oder die Verbreitung von rechtsextremistischem Gedankengut in der Stadt fördert oder durch angebliche Untätigkeit ein Betätigungsfeld gibt.

Wir fordern den Bürgermeister auf, sich schützend vor die Stadt und ihre Einwohner zu stellen und sich der Erklärung der Stadtvertretung gegen den diffamierenden Inhalt des Leserbriefes von Herrn Cramer anzuschließen.

Die Stadtvertretung der Stadt Kröpelin

Der Artikel wurde geschrieben von:

Thomas Gutteck

Betreiber und Autor der meisten Artikel auf Kroepeliner.de. Lebt seit über 36 Jahren in Kröpelin, inzwischen als Hauptamtsleiter in der Stadtverwaltung Kröpelin tätig. Mein Ziel ist es gemeinsam Kröpelin weiter zu entwickeln.

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