Heute fand die offzielle Ernennung des neuen Bürgermeisters der Stadt Kröpelin statt. Viele Intressierte waren gekommen um den förmlichen Akt zu erleben. Durchgeführt wurde Sie von Alt Bürgermeister Schlutow, der Herrn Wunschik ein paar Worte mit auf den Weg gab und ihm den Haushaltsplan, die Kommunalverfassung, das Amtssiegel und den Rathausschlüssel übereichte.Anschliessend wurde Herr Wunschik auch von den Kröpeliner Kindern der Villa Kunterbunt mit einem Lied begrüßt. Auch von dieser Stelle, alle Gute an Herrn Wunschik.
Diese Woche ist eine historische Woche für Kröpelin, Bürgermeister Paul Schlutow übergibt sein Amt an Herrn Hubertus Wunschik.
Herr Schlutow hat in den letzten Jahren eine nicht unumstrittene aber sehr gute Arbeit für die Stadt Kröpelin geleistet. Mit seiner zurückhaltenden, durchdachten Art, hat er vieles in die Wege geleitet, was der Stadt sehr dienlich war. Dafür möchte ich an dieser Stelle auch meinen Dank aussprechen.
Herr Schlutow hat auch mich persönlich, während meiner Lehre zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Kröpelin geprägt, und er ist ursächlich dafür, das ich den Weg den ich jetzt beschritten habe gegangen bin, auch dafür Danke.
Für Ihren weiteren Weg alles Gute und ich hoffe und denke, das Sie sich auch weiterhin für Kröpelin einsetzen und vielleicht die Schirmherrschaft für das ein oder andere Projekt übernehmen werden.
MFG
Thomas Gutteck
Kroepeliner.de
Am 1.September, tritt der neue Bürgermeister Hubertus Wunschik offiziell seinen Dienst an. Am 29. August um 11.00 Uhr wird es eine offizielle Amtseinführung durch Bürgermeister Schlutow geben, dabei wird Herrn Wunschik die Ernennungsurkunde, das Siegel und eine Exemplar der Kommunalverfassung übergeben. Obligatorisch gibt es dann noch die Digitale Unterschriftsdiskette um Banküberweisungen zu legitimieren. Obligatorisch, weil für Herrn Wunschik muss natürlich eine neue erstellt werden.
“Bürgermeister Wunschik wohnt bald an der Ostsee” so titelt die Rheinische Post heute. In dem Artikel ist zu erfahren, das Herr Wunschik ein Haus in Kröpelin erwerben möchte. Den kompletten Artikel kann man hier finden.
Unser neuer Bürgermeister überzeugt auch im World Wide Web und hat unter www.buergermeister-kroepelin.de eine neue Webseite geschaltet.
Aus der lokalen Presse der letzten Tage konnte man wunderliches erfahren. Aus Sorge das ein Kind von einem Auto erfasst werden könnte, forderte die Stadt Kröpelin eine Tempo 30 Zone vor dem Rathaus. Laut Ansicht des Bürgermeisters sind die dort gefahrenen Geschwindigkeiten zu hoch. Der Grundgedanke ist sehr löblich, doch fragwürdig zugleich, weil die Verlegung des Schülerverkehres eines, wenn nicht sogar das Hauptargument, für den Bau dieses besagten Toilettenhauses auf dem Parkplatz war.
Spannender ist natürlich auch der Gedanke, es geht hierbei im großen und ganzen um den Schülerverkehr, für Schulbusse gelten sowieso besondere Verkehrsvorschriften, die im Sinne eigentlich besagen, man darf diese als Autofahrer nur in Schrittempo passieren (überholen). Also gibt es doch schon eine gesetzliche Maßnahme zum Schutz der Kinder, wofür soll dann eine Zweite (Tempo 30) gut sein? Wenn man sich an die Erste nicht hält, wer hält sich dann an die Zweite, besonders wo die Zweite ja inhaltlich gesehen noch milder ist????
Gut nichts desto trotz besteht natürlich diese Gefahr, und das Straßenverkehrsamt hat dementsprechend reagiert und eine Verkehrszählung durchgeführt. Mitte April wurde geprüft wie viele Autos und in welcher Geschwindigkeit dieso dort die Stelle passieren. Das Ergebnis war, das in 3 Tagen dort 10142 Fahrzeuge und entgegengesetzt 12635 Fahrzeuge vorbeigefahren sind und diese im V 85-Wert rund 33 km/h schnell waren. Besonders morgens wurde nicht gerast.
Ein bisschen fragwürdig finde ich dieses Ergebnis schon, wegen der Einfahrt zum Markt, die es sicherlich etwas verzerrt, aber statistisch gesehen wird deutlich weniger als die zugelassene Höchstgeschwindigkeit gefahren!
Die anstehende Bürgermeisterwahl ruft ja eine Menge potenzieller Kandidaten auf den Plan, aber so was will doch gut überlegt sein, das heißt man sollte sich im Klaren sein, was der Beruf des Bürgermeisters so mit sich bringt.
Viele sehen natürlich in ersten Linie, ein gutes Gehalt und einen sicheren Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst. Doch als erstes so üppig ist dieses Gehalt (Besoldung) auch nicht, in der Privatwirtschaft lässt sich deutlich mehr verdienen, bei entsprechender, gleichwertiger Qualifikation und Kompetenz. Dazu stellt sich die Frage wie sicher ist eigentlich der Arbeitsplatz? Eine erste Welle von Gemeindezusammenschlüssen, meist auf anraten des Innenministers des Landes haben wir in den letzten Jahren erlebt. An den Kreisen wird aktiv Dank Kreisgebietsreform gesägt, dann stellt sich die Frage ganz schnell wie sicher ist eine 5000 Einwohner Gemeinde?
Weiterhin sollte man sich natürlich verdeutlichen wo die Aufgaben liegen, neben der Leistung der Verwaltung besticht dieser Beruf auch durch viele repräsentative Veranstaltungen die wahrgenommen werden müssen. Bürgermeister sein ist kein 8 Stunden Job, neben der Tätigkeit in der Verwaltung, den repräsentativen Terminen, stehen die Arbeit in den Ausschüssen auch auf dem Tagesplan eines Bürgermeisters, welche ja meist abends tagen. Dieser Beruf endet auch nicht wie oft besungen “Freitag ab 1…”, sondern vielmehr nie. Bürgermeister ist ein 24 h Job, dazu muss man geboren sein oder nicht. Der zeitliche Umfang wird hierbei nicht vom Bürgermeister selber, sondern vielmehr von seiner Gemeinde und seinem Wirkungskreis bestimmt. Darüber sollten sich die Kandidaten im Klaren sein.
Ich erfasse bei meinen Gedanken sicher nur die Spitze des Eisberges, besser darüber informieren kann Herr Schlutow selber. ich persönlich werde das Gespräch zu ihm suchen um mal detaillierter über die Arbeit eines Bürgermeister berichten zu können.
Bürgermeisterwahl: Kandidaten bis 25. Februar gesucht
Im Artikel “5027 oder 4924” ging es um die Einwohnerzahl der Stadt Kröpelin und die damit verbundene Besoldungsgruppe des Bürgermeisters. Das statistische Landesamt hat am Stichtag, dem 30. Juni 2007, 4976 Einwohner und damit weniger als 5000 Kröpeliner registriert. Damit trifft die Besoldungsgruppe A 13 zu. Weiterhin gibt es eine Aufwandsentschädigung laut Kommunalverfassung.
Letzte Woche resümierte unser Stadtoberhaupt Herr Schlutow in der Zeitung das letzte Jahr. Auf Frage der OZ zur Schulschließung antwortete der Bürgermeister:
Der Erhalt der Schule hat uns jahrelang beschäftigt. Die Stadt als Schulträger hat alle rechtlichen Möglichkeiten genutzt. Auch auf politischem Weg haben wir etwas versucht. Ich habe mehrere Beratungen in Schwerin im Kultusministerium und beim Staatssekretär geführt. Es wurden wirklich alle Mittel ausgeschöpft.
(Quelle Ostseezeitung vom Freitag, 04. Januar 2008 Artikel: Aus für die Schule: „Wir haben verloren“)
Ich wusste bei dieser Aussage ehrlich nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Denkt der Bürgermeister ehrlich das alle Mittel ausgeschöpft wurden? Klar als das “Kind in den Brunnen gefallen” war, wurden alle rechtlichen Mittel im nachhinein ausgeschöpft, aber Herr Schlutow ist seit 1999 Bürgermeister und das Problem mit der Schule ist schon seit Jahren bekannt. Sogar sein Vorgänger Herr Schwarck hat schon Bemühungen angestellt, warum wurden diese nicht weitergeführt, warum hat man sich sprichwörtlich die Butter vom Brot nehmen lassen?
Entschuldigung ich kann es nicht tolerieren, das nun behauptet wird, man habe alles versucht. Nein es wurde nicht alles versucht. Selbst ich als sachkundiger Einwohner (seit 2004) schiebe mir eine Teilschuld zu, weil ich nicht penetrant genug nachgebohrt habe. Sicherlich waren 2004 die Weichen schon gestellt, aber man hätte noch was bewegen können.
Bei einigen Diskussionen über die kommende Bürgermeisterwahl, stellte sich immer wieder die Frage, nach dem optimalen Alter des Bürgermeister. Was ist besser, ein junger dynamischer oder ein älterer vielleicht erfahrener Kandidat?
Meiner Meinung nach, kann man dies nicht eindeutig beantworten, beides hat seine Vorteile, es gibt zum Beispiel einen jungen Bürgermeister in namens Christoph Meineke in der Gemeinde Wennigsen (Deister) in Niedersachsen, welcher Recht erfolgreich für seine Stadt agiert. Der 1979 geborene Herr Meineke wurde 2006 gewählt, nachdem er frisch von der Uni kam.
Naja wir können auf unsere Kandidaten gespannt sein!